Hallo Zusammen,

Eissegler ohne Eis zusammen zu bringen, scheint eine echte Herausforderung.
Ich möchte recht herzlich am Samstag, den 05.11.2022 in den SLSV um 17.00 Uhr nach Steinhude zum o.a. Meeting einladen. Die Tagesordnung ist vorläufig, für weitere Themen bin ich dankbar.
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Betrachtungen zum Tod von Endel Vooremaa von Emme

Endel Vooremaa eine Eissegellegende ist am vergangenen Sonntag von uns gegangen.

Für den Eissegelsport, den Endel nach dem zweiten Weltkrieg in Estland wieder aufgebaut, hat er viel getan. Viele junge Segler hat er zum Eissegeln geführt und trainiert, erst als Aktiver und später als Trainer der Mannschaft von Estonia.

Devisen und Visa für die vielen Reisen ins europäische Ausland und in die Vereinigten Staaten von Amerika besorgte Endel von den russischen Behörden und dem Sportministerium.
Überall wo gutes und segelfähiges Eis, große Regatten wie Landesmeister-Europäische- und Weltmeisterschaften gesegelt wurden, war Vooremaa mit seinen estnischen Seglern am Start und sie erzielten auch immer vordere Plätze.

Endel saß auch in vielen Gremien der IDNIYRA, wie Schiedsgerichten, Regattaplanungen und Konstruktionsgespräche für den DN-Sport und gab viele Tipps für Veränderungen und Verbesserungen der Eisschlitten.

Für die vielen Aktiven auf dem Eis hatte Endel immer ein nettes Wort, Tipps, eine helfende Hand, eine paar Trimmvorschläge parat die jeder gern annahm.

Bei meiner ersten WM 1978 in Krynica Morska (Polen) konnte ich auch davon profitieren, denn Endel stellte meinen DN ein und er lief gleich viel besser.

Wir Eissegler trauern zusammen mit seinem Sohn Vaiko und seinem Enkel Argo und der Familie um Endel Vooremaa, dem Aktiven und Trainer, der diesem Sport so viel gegeben hat.

Endel, wir werden Dich nie vergessen – see you on the ice.

Keine leichte Saison für uns Eissegler aus Berlin und Brandenburg, da es kaum gut erreichbares, segelbares Eis gab; aber wir hatten dennoch unseren Spaß.

Müggelsee 28./29.12.2021

Während zwei unserer Eissegler auf dem Haidersee herumtobten, hatten wir Ende Dezember tatsächlich einen Anflug von Winter in Berlin und konnten zwei Tage lang das im Flachwasserbereich des Müggelsees knallhart gefrorene Eis nutzen:

Uwe G-199 auf Schlittschuhen mit Wing, Henning G-21 mit Blokart und Frank G-59 mit seinem DN konnten ein paar Runden bei allerdings schwachem Wind drehen.

Dann beendete die Polizei das Vergnügen und jagte alle vom Eis; aber ein Anfang war gemacht:

Grand Master Cup 08.-10.02.2022

Aus Berlin reisten vier Eissegler an. Dirks G-136 Trailer war wie immer bis an den Rand vollgepackt.

Der diesjährige GMC der Eissegler 60+ wurde von den finnischen Eisseglern mit Unterstützung der schwedischen in Schweden auf dem Öljaren nahe Katrineholm hervorragend organisiert. Der Takelplatz war bei Julita Kyrka mit bestem Zugang zum Eis.

Das Eis war schnell und der Wind wehte meist mit 4-5 Bft, in Böen auch etwas mehr, also durchaus herausfordernd. Von den 34 angereisten Eisseglern traten auch daher vier nicht an und andere verzichteten auf einzelne Wettfahrten. Die Regattaleitung um John L-601 schaffte es trotz der nicht leichten Bedingungen fünf faire Wettfahrten durchzuführen. Bemerkenswert ist das Startverfahren: erlaubt ist bei den Grand Masters nur „ein Fuß auf der Planke, mit dem anderen anrollern“! Das ließ maximal gleiche Bedingungen zu – bei dem starken Wind war rollern auch eher hinderlich, also  nix wie rein und ab ging das Gerät; bis um die 80 km/h wurden gemessen, Geschwindigkeiten, die wir zumindest nicht mehr gewohnt waren.

In der sechsten und letzten gestarteten Wettfahrt kann es zu einem heftigen Crash zwischen einem dänischen und einem deutschen Schlitten in einer Downwind/Upwind-Situation nahe der luvwärtigen Dollymarke. Zum Glück konnte Dideric S-867, der mit dem Quad an der Luvtonne stationiert war, zusammen mit einem weiteren Eissegler sehr schnell erste Hilfe leiten und die beiden verletzten Segler an Land transportieren. Dort wurden beide von der bereits alarmierten Feuerwehr und einer Notärztin versorgt und ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Beide befinden sich auf dem Weg der Besserung.

Am folgenden Tag legte der Wind dann auch noch zu und weil wir ja alle zum Spaß haben dabei waren und uns der Crash doch mitgenommen hat, entschied John im Konsens mit allen – „schön, dass wir uns nach der Corona- Pause alle wiedersehen konnten und wir lassen uns den Master Cup nicht kaputt machen – also Preisverteilung und see you next year!“

Gewinner des GMC war Tomas Lindgren S-81. Die Berliner Teilnehmer belegten die folgenden Plätze.

     Manfred G-958, Platz 12                      Knut G-896, Platz 17                        Henning G-21, Platz 28                  Dirk G-136, Platz 29

Diese schöne Veranstaltung klang mit Pölseren am Revier und am Abend mit typisch schwedischen Sushi (eigentlich ein japanisches Original) in einer ziemlich unfreundlichen Bahnhofs-to-go-Restaurant aus. Kulinarisch war dies das High Light – Burger und schwedisches Fastfood gehören wahrlich nicht zu den Motivationsgründen, um in Schweden zum Eissegeln gehen zu wollen.

 

Eigentlich wollte die Berliner Truppe dann noch eine Woche in Schweden trainieren – das war leichter gesagt als getan! Knut und Dirk schauten sich dann noch ein paar Tage das Revier an. Die Schweizer taten es ihnen gleich und so trafen sich an die zwölf Versessene in den kommenden Tagen am Revier – sie werden es nicht vergessen! Sonne, 3-4 Bft. und glattes Eis, ein Traum, den man sicherlich nur einmal so in zehn Jahren erleben kann! Jedenfalls werden die Beteiligten von diesem Tag noch gewaltig zehren !

    

Leider entwickelten sich Wetter und Berichte nicht so, wie wir es verdient hätten. Sturm, Regen und durchweg  Plus-Temperaturen luden wahrlich nicht zum Bleiben ein. Heimreise und Stopp-over verliefen unspektakulär – die angekündigten Winterstürme wetterten wir dann doch lieber zu Hause ab.

WM/EM 19.-26.02.2022

Nachdem sich nach langem Schweigen unser Europasekretär dann doch zur Entscheidung zum Revier in Schweden durchgerungen hatte, ging es dann in der Lücke zwischen den beiden Stürmen zurück, nun nach Eskilstuna. Eigentlich war das Eis gut, das Wetter war uns aber nicht gewogen. Eine leichte Schneedecke schmolz so, dass sich am kommenden Racetag schieres Styropor als Bremsstoff bildete. Dazu noch leichter Wind und das Desaster war perfekt – die Auslosung war uns zudem auch nicht gewogen, so dass die eine Seite fuhr und die andere stand – natürlich waren wir ganz links und da ging eher gar nichts.

  

 

Als dann am Abend auch noch ein Schneekoffer über ganz Schweden hereinbrach, saß der Frust schon ziemlich tief.

                

Tatsächlich zog nach drei Tagen Warten die Restflotte nach Norwegen in die Gegend um Oslo um – auch noch mal ca. 400 km. Auch dort waren die Bedingungen nicht so stabil, wie es für eine WM gut gewesen wäre. Mehr dazu ist in dem schönen Bericht unter https://www.dsv.org/nachrichten/regatta/2022/03/saisonrueckblick-der-eisseglerinnen-schwarzeis-wo-bist-du/ zu lesen. Knut wurde 45. und Dirk 48. in der Silber-Flotte.

Versammlung DN-Germany und Gründung der DN-Klassenvereinigung

Corona bedingt mussten zweimal die geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. In Abstimmung mit dem Landessekretär Bernd Zeiger sollte es aber im dritten Anlauf, geplant für den Herbst 2022, endlich klappen.

„Eis-Schlecken“ an der Borke

Auch wenn die Saison aus Eissicht nicht so toll war – Euch in Pandemie-Zeiten wieder zu sehen, liegt uns am Herzen! Hierzu laden wir Euch nach Ostern zum Saisonausklang, zum schnacken und Pläne schmieden in die neugestaltete Borke nach Friedrichshagen ein! Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Dirk G-136

Henning G-21