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Bericht zur bisherigen Saison 2026 von Manfred Schreiber
Hier ein Bericht zur bisherigen Saison 2025/26 von Manfred Schreiber aus seinem privaten Blog. Recht herzlichen Dank, dass wir ihn hier auch veröffentlichen dürfen.
Bildrechte privat.
Endlich ein kalter Winter aber warum ist es nicht wie früher?
Reschensee 2026- Neujahrsgruss am anderen Ufer
Januar 2026. Segeln vor beeindruckender Bergkulisse am Haidersee
Für mich als aktiver DN Segler beginnt die Saison in den Tagen nach Weihnachten meist in Italien (Südtirol) am Reschensee. Hier auf 1500m ü/nN scheint zumeist die Sonne und die Tage sind nicht so dunkel wie bei uns in Schleswig. Heuer war der große Reschensee nicht komplett zugefroren und wir mussten zum Haidersee ausweichen, der frisch zugefroren, schwarzes Eis hatte. Es waren bereits mehrere Segler aus verschiedenen Nationen vor Ort und als ich in das Geschehen eingriff, waren wir ca. 20 DN Segler, die auf Grund der Geografie des Sees in 2 Flotten aufgeteilt werden mussten. Das lief prima und erste Trimm Wettfahrten um 2 Tonnen brachten auch gleich gute Erkenntnisse. Mit den weichen Masten haben sich der Trimm des Bootes und der Segelstil erheblich verändert. So fährt man jetzt den Mast sehr steil, bis zu 75° Mastfall und als Pilot rutscht man tief in den offenen Rumpf hinein. Letzteres ist nicht einfach und muss trainiert werden. Die Losung lautet: „Erst wenn du die Rückenlehne nicht mehr an deinen Schultern spürst bist du tief genug und weit nach vorne gerutscht“. Es entlastet die Luvkufe, „das Beinchen hebt sich leicht“, weniger Reibungswiderstand und man kann höher am Wind segeln.
OK, das mal vorab aber wie lief nun die Saison?
16.-18.01.2026
Oderhaff und Achterwasser, Balmer See
Januar 2026 – Segeln auf Wassereis
Januar 2026 . Balmer See – segeln auf Spiegeleis
Mitte Januar rief unser Berliner Freund, Dirk Meyer, an und lud zu sich am Oderhaff ein. Es sollte dort bereits gutes Eis geben. 5 DN Segler machten sich auf den Weg und wir fanden am Freitag schlechtes Eis. Doppeleis. Wenn man einbrach in die oberste Schicht stand man bis zum Knöchel oder tiefer im Wasser. Natürlich lies sich so nicht segeln. Wir riggten wieder ab und verluden die Boote und fuhren zum Balmer See, ca. 25min. entfernt. Hier fanden wir gutes Eis, allerdings die Oberfläche naß. Wir segelten Freitag nachmittag noch ein paar Runden um 2 Tonnen und freuten uns auf den nächsten Tag. Dieser erwartete uns mit gutem Wind und glattem, aber naßem Eis. Es wurden ordentlich Trainingsrunden gesegelt und mein Training am Haidersee zahlte sich aus. Nur ein Lauf ging verloren. Am Sonntag ging die Sonne auf im wahrsten Sinne des Wortes. Frost, Sonnenschein und lt. Henning, G-21, 5 Bft. Hartes spiegelblankes Eis. Traumbedingungen. Leider nicht für alle von uns händelbar. So drehten wir zu dritt einige schnelle Runden um die dortigen Inseln, was auch viel Spaß machte. Dirk, G-126 schrieb anschließend: „In dem Track max. 70km/h, gefühlt schneller aber alles safe! An die Mitracer: das war once in a Lifetime und wir haben es erlebt. Danke!“ Anschließend fanden wir ein sehr gutes Fischlokal am See (Fischpalast Nepperin) auf dem Weg zurück in s Hauptquartier.
23.-25.1.2026
Grimnitzsee, Brandenburg.
Der harte Kern, erweitert um unsere bayrischen Freunde, Thomas, Peter und Bernd hatten recherchiert und trafen sich bereits am Freitag auf dem Grimnitzsee. Leider nur ein im Wald versteckter Takelplatz für diesen schönen, großen und runden See, der allerdings durch eine Borste in 1/3 und 2/3 große Eisflächen geteilt wurde. Wir entschieden uns für die größere Fläche. Am Samstag segelten wir um den Ernst-August Gedächtnispreis. 5 Läufe, 1 Streicher. Flugs waren die Regattatonnen ausgebracht und eine Startlinie gelegt und die Wettfahrten konnten beginnen. Der Preis ging nach Bayern. Thomas, G-8 zeigte sein Können und brachte ganz zur Freude seiner Familie den großen, Ernst-August gewidmeten Preis mit nach Hause. Ich wurde 5ter. Am Sonntag segelten wir um den traditionellen „Bernsteinpreis“, der bereits seit den 30er Jahren im Eissegelsport in Berlin oder Brandenburg ausgetragen wird. Holger, G-890 gewann, Bernd, G-51 wurde 2. und Anja, G-390 wurde dritte. Thomas konnte sich knapp vor mir platzieren auf 4 und ich werde wieder 5. Gesamt 10 Teilnehmer.
Januar 2026 Grimnitzsee:. Der Track von 3 Wettfahrten
Januar 2026. Balmer See. Wo ist bitte die Luvtonne?
Grimnitzsee – Preisträger und Stifter vom Ernst-August Gedächtnispreis
30.1. – 1. 2.2026
Wolziger See, Brandenburg
Unsere Berliner Freunde hatten den „Brandenburger Adler“ ausgeschrieben und es kamen Segler aus Hamburg, aus Schleswig und aus dem Ruhrgebiet. Der See hatte wiederum eine Borste beinahe in der Mitte und nachdem wir diese gekennzeichnet und sicher überfahren (übergetragen) hatten, konnten wir einen großen Kurs auslegen. Unsere Scouts, Holger und Anja, schon früh auf Schlittschuhen und mit Sicherheitsausrüstung unterwegs hatten noch ein großes Wasserloch (Windloch) gefunden, welches wir mit Hilfe von Flaggen kennzeichneten. Es waren sieben Wettfahrten vorgesehen bei einem Streicher. 4 Wettfahrten am Samstag und 3 am Sonntag. Viel Wind, herausfordernde Bedingungen. Ich konnte mich leicht verbessern auf den dritten Platz, Holger gewann knapp vor Anja. Ein tolles Eissegelwochenende welches aber für die darauf folgende Woche einiges an arbeiten, wie Kufenschleifen einforderte.
Wolziger See – Die Preisträger beim Brandenburger Adler
Mielno, Polen – alte Bekannte: G-99 und David Howlett, K-13
10.2. – 12.2.2026
Mielno, Polen – Grand Master 2026
Mielno, Polen – Holger Petzke, G-890 in Aktion
Mielno, Polen – Preisverteilung im Regen. Gesamtsieger und Nationenpreis für Team GER
Gewinner war mit 5 ersten Plätzen und im letzten Rennen nicht mehr angetreten, Jean-Claude, Z-39. Leider erschien er nicht zur Preisverteilung die trotz Regen einen schönen Rahmen hatte. Dirk Meyer, G-136, wurde verdient zweiter. Er hatte mit 1,5 Umdrehungen am Vorstagspanner das richtige setup gefunden und war mit den Platzierungen 2,3,2 an diesem schwierig zu segelnden Tag verdient auf den 2. Rang vorgerückt.
Podcast „Sporstunde“ – ein Interview mit Bernd Zeiger
Hier ein Link Zum Podcast „Sportstunde“ mit Oliver Dütschke und Patric Hoch bei Spotify.
Deutsche Meisterschaft 2026
Absage der Meisterschaft am 07.+ 08.02.2026
Verschiebung auf einen möglichen späteren Termin
Wie in der Vorabankündigung befürchtet macht uns die Schneefront einen Strich durch die Planung.
Ein sicheres Eisscouting wäre nicht vor Freitag Mittag gewährleistet und die Wetterwarnungen des DWD tun ein Übriges, dass das Orgateam zu dieser Entscheidung gekommen ist.
Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Die Wetterfront, die heute übers Land gezogen ist und noch zieht hat leider auch viele Eisflächen nicht verschont. Hinzu kommt ein recht starker Ost Wind an den Küsten, der eine Meisterschaft am Bodden nicht möglich macht. Die vorhandenen Eisstärken vieler Reviere und die kalt bleibenden Wetteraussichten der nächsten Wochen lassen hoffen die IDM nach dem Zeitraum WM-EM am 28.02.-01.03.2026 ausrichten zu können.
Für die Mühe der vielen Eis Scouts und allen Beteiligten möchten wir uns recht herzlich bedanken
Think Ice – DN Germany