Liebe Eissegelfreunde,

als Sekretär der Deutschen Flotte möchte ich zu dem angekündigten Ballot, über das zum ersten Mal online abgestimmt werden kann, nachfolgende Erläuterungen und Empfehlungenabgeben. Inwieweit ihr von meiner Empfehlung bei der Abstimmung Gebrauch macht, ist natürlich eure Sache. Stimmberechtigt sind alle, die ihren IDNIYRA Beitrag für 20202 bezahlt haben.

Mich leiten bei meinen Empfehlungen folgende Ziele:

  • eine behutsame Weiterentwicklung der DN-Klasse,
  • die Anpassung der Materialien an die heutige Zeit, in der Segler viel besser mit Kunstharzen, Kunstfasergeweben und Schaumstoffen umgehen können als mit Holz,
  • die Vermeidung von Wettbewerbsvorteilen durch Regeländerungen gegenüber älteren Schlitten
  • ein besserer Schutz bei Unfällen und die Haltbarkeit des verwendeten Materials und damit die Reduzierung der Kosten für einen DN Schlitten

Erläuterungen und Empfehlungen

(1) deletion of the existing specification of mast minimum weight;
(2) deletion of the existing technical specification of minimum mast balance point height;
(3) amendment of the materials specification of the ‘wood type’ runner body; and,
(4) amendment of the minimum thickness of insert plate dimensions of the wood type runnerwith steel insert (insert runner).

Zu Punkt 1 und 2 „deletion of the existing specification of mastminimum weight“, „deletion of the existing technical specification of minimum mast balance point height“

a. Die meisten der heute gängigen Masten erreichen mit dem verwendeten Material das Minimum Gewicht von 6,8 KG (Siehe IDNIYRA Official Specification Yearbook 2020 S. 127) nicht mehr. Sie werden deshalb zusätzlich mit Blei beschwert. Dabei muss der Balance-Punkt bei 2.133,6 mm liegen, gerechnet von unten. Um ältere Masten nicht zu benachteiligen, sollte trotzdem überlegt werden, bei 6,8 kg zu bleiben. Nass laminierte Masten sind meistens etwas schwerer als Pre-Preg Masten, welche in einer Autoclave hergestellt werden. Ein Mastrohr von Hamrak wiegt ca 4kg, von Moore Brothers ca. 5,6kg. Wenn vernünftige Beschläge verarbeitet werden, können 6,8 kg recht leicht erreicht werden. Den Balance Point braucht man beim besten Willen nicht, der macht einfach wenig Sinn in heutiger Zeit.
b. Gewicht im oberen Mastbereich ist der Segelei abträglich, wie unter a. Erläutert
c. Ab einem Rang, der nicht zwingend nach Ende einer Wettfahrt vermessen wird, entzieht es sich der Kontrolle, ob das Ausgleichsgewicht noch im Mast ist. (Gleiche Problematik wie beim Stick im Mast)
d. Beim Einbrechen durch das Eis zieht das Blei den Mast nach unten und lässt den Schlitten eher kentern.
e. Empfehlung: Streichung balance point, Meinungsbildung zum Gewicht des Mastes

Zu 3. „amendment of the materials specification of the ‘wood type’ runner body“

a. Bisher müssen die Bodys sogen. Insert Runners oder Slots einen Holzkern von 22,3 mm haben. Darauf dürfen dann weitere 2,4 mm Faserverbundstoffe (Glas/Carbon) geklebt werden, bis zu max. 24,7 mm Kufenstärke.
b. Die hauchdünne Faserverbundauflage, die heute bei den meisten
Insert Runners/Slots vorhanden ist, macht die Herstellung der Kufen schwierig und entzieht diese für viele einem Eigenbau.
c. Beschädigungen lassen Wasser in den Verbund eindringen und führen zur Ablösung der Faserverbundauflage.
d. Ohne einen Holzkern könnten Kufen viel einfacher, stabiler, dauerhafter und preiswerter gebaut werden.
e. Empfehlung: Materialien, welche nicht prüfbar sind, sollten freigestellt sein. Wer anstelle von Holz andere Materialien verwenden möchte, kann es ja probieren. Die Außenmaße der Kufen sollten erhalten bleiben. (Seite 129)

Zu 4. „amendment of the minimum thickness of insertplate dimensions of the wood Type Runner with steel insert (insert runner)“

a. Hier geht es um Meinungsbildung, da wir wirklich viele Kufen haben, welche Alt sind. Persönlich mag ich diese Veränderungen nicht, bitte Seite 128 &129 anschauen. Die Kufen sind übersichtlich und auch verständlich spezifiziert. Diese Veränderungen würden einige Neubauten bedeuten.

Empfehlung: Meinungsbildung, ob wir wirklich 4,75mm Slot Kufen brauchen. In EUR arbeiten wir eigentlich mit 4-5-6mm Standards!

Think ice und bleibt gesund in diesen schwierigen Zeiten
Bernd Zeiger
Landessekretär der Deutschen DN Flotte